ArtenkenntnisTiere in Baumstümpfen

Tot und trotzdem voller Leben – auch abgestorbene Bäume bieten verschiedenen Tieren und Pilzen einen Lebensraum. Daher sind Baumstümpfe interessante Untersuchungsobjekte für den Unterricht: Mithilfe eines Bestimmungsschlüssels können die Schülerinnen und Schüler die Artenvielfalt begreifen und ökologische Fragestellungen diskutieren.

Schwärmende Ameisen

Die Tierwelt der Baumstümpfe: Ein Forschungsfeld für Schülerinnen und Schüler. Foto: TheUjulala, pixabay.com, CC0 Creative Commens

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Die Bedeutung der Wälder

Wälder sind wichtige Ökosysteme der Erde. Sie haben eine große Bedeutung für das globale Klima, denn sie wirken als Kohlenstoffdioxidsenken und sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten. Wir Menschen nutzen den Wald wirtschaftlich als Holzproduzent oder touristisch als Erholungsgebiet. Außerdem bietet das grüne Ökosystem zahlreiche Lebensräume für eine große Vielfalt an Lebewesen: Ob in den Baumkronen, im Holz oder auf dem Boden – überall wimmelt es von Insekten, Wirbeltieren, Pilzen oder Flechten.

Leben im Totholz

Alle Zerfallsstadien eines Baumstumpfes, vom frischen Holz bis zum fast vererdeten Mulm, werden besiedelt: Bekannte und gut erkennbare Vertreter der Käfer sind zum Beispiel Arten des Bockkäfers oder der Hirschkäfer mit seinen auffälligen Mundwerkzeugen. Weitere Insekten wie Wildbienen legen ihre Eier im Totholz ab und Blattwespen nutzen es zum Überwintern. Das reiche Angebot an Insekten wiederum lockt deren Fraßfeinde an. Dazu gehören u.a. Spechte und Feuersalamander. 

Baumstümpfe bieten verschiedene ökologische Nischen

Je nach Fortschritt des Zerfallsprozesses findet man unterschiedliche Tierarten in Baumstümpfen. Auch sind die Lichtverhältnisse und der Grad der Feuchtigkeit wichtige Faktoren für die Existenz bestimmter Arten. Zudem entscheidet die Art des Baumes über die Zusammensetzungen der Lebensgemeinschaften: Auf Buchenstümpfen sind andere Lebewesen anzutreffen als auf Fichtenstümpfen.

Baumstümpfe als Untersuchungsobjekte im Unterricht

Die Analyse von Baumstümpfen als Lebensraum lässt sich als außerschulische Lerneinheit in den Biologieunterricht integrieren. Baumstümpfe sind an sich gut zugänglich und oft in Laufweite von der Schule erreichbar. Außerdem sind die meisten Arten am Baumstumpf gut erkennbar und an deutlichen Merkmalen einfach zu bestimmen. Ein Bestimmungsschlüssel kann die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre Formenkenntnisse anzulegen und zu erweitern.

Nach der Bestimmung der Arten können weitere ökologische Fragestellungen bearbeitet werden. Die Lernenden können Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Lebensgemeinschaften innerhalb eines Baumstumpfes oder zwischen verschiedenen Baumstümpfen herausarbeiten. Die ökologische Bedeutung von Baumstümpfen, zum Beispiel als Lebensraum für bedrohte Arten, kann ebenfalls mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert werden.

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