Olfaktion"Tannen"duft

Der Geruch frischer Tannenzweige, der Duft des Adventskranzes – sie sind Vorboten des Weihnachtsfestes. Enger als jeder andere Sinn ist die Geruchswahrnehmung mit Emotionen und Erinnerungen verknüpft. Tannenduft, Weihnachtsbäckerei und Orangenaromen rufen ganz bestimmte Assoziationen hervor. Die Adventszeit bietet daher eine gute Gelegenheit, für das Riechen zu sensibilisieren.

Tannenzweig

Der Duft frischer Tannenzweige ruft ganz bestimmte Emotionen hervor. Foto: Huskyherz, pixabay.com, CC0 Creative Commens

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In der Vorweihnachtszeit werden viele Schulklassen mit Nadelbaumzweigen geschmückt. Dabei kommen verschiedene Arten zusammen. Sie gilt es nun, mit allen Sinnen kennen zu lernen:

  • mit den Augen lassen sich die Zweige nach den Grüntönen, nach Form und Anordnung, nach Länge der Nadeln und deren «Spitzigkeit» unterscheiden;
  • auch mit den Fingern spürt man deutliche Unterschiede; mit KIM-Spielen kann man dafür sensibilisieren und die Tasteindrücke den Namen zuordnen;
  • die Nase bestätigt, dass nicht nur Blumen, sondern auch Nadelgehölze unterschiedlich intensiv duften. Vor allem der Lebensbaum und Douglasie, Wacholder und die Kiefern verströmen einen charakteris­tischen Geruch, wenn man die Nadeln zwischen den Fingern zerreibt und dann schnuppert. 

Forschungsreise nach den «Tannendüften»

Alle Nadeln enthalten mehr oder weniger viele ätherische Öle. Sie lassen sich zwar mit Wasserdampf aus den Pflanzen extrahieren, aber es ist ein mühsames Geschäft, weil man für geringste Erträge viel Pflanzenmaterial braucht. In der Industrie werden zur Extraktion im Allgemeinen Alkohole verwendet, leichtere Kohlenwasserstoffverbindungen oder Öle. Die meisten Extraktionsmittel sind aber für die Arbeit z.B. in der Grundschule nicht geeignet. Und Brennspiritus verbietet sich auch deshalb, weil er einen durch Vergällung spezifischen Eigengeruch hat. Reiner Alkohol, auch wenn er nur (!) 70%ig ist, ist teuer und daher nur in kleinen Mengen zu beschaffen. 
Dennoch kann man mit den Schülerinnen und Schülern auf eine Forschungsreise nach den «Tannendüften» gehen und gemeinsam mit ihnen versuchen, diese Düfte einzufangen. Eigentlich ist der Nadelduft in den Nadeln bereits eingefangen und soll durch Manipulation zugänglicher gemacht werden. Es handelt sich also um ein zweites Einfangen, für das es kein bestimmtes erfolgreiches Rezept gibt. 

Eine "Durftspur" verfolgen

Das Verfolgen von «Duftspur» ist ein kleines Forschungsvorhaben, bei dem die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln sollen. Anregungen liefern der Kasten und Material 1. Im Prinzip lassen sich alle Nadelbäume für die Versuche verwenden. Nur von der Eibe sollten die Kinder die Finger lassen, weil die Nadeln giftig sind und sie leider nach gar nichts riechen, auch nicht nach Eibe.

"Tannen"duft - Kasten und Material 1

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