UmweltbelastungSchwache Riesen

Sie ragen mächtig in die Höhe und sorgen durch ihre frischen Blätter für ein sattes Grün. Dennoch sind rund 78 Prozent der Waldbäume Deutschlands nicht gesund. Was ist die Ursache?

Alte Buche im Wald

Der Schein trügt: Weniger als 20 Prozent der Buchen bildet noch eine vollständige Laubkrone aus. Foto: © PhotoElite/stock.adobe.com

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Den Waldbäumen Deutschlands geht es schlecht. Nur 28 Prozent waren im vergangenen Jahr vollständig schadfrei. Alle anderen wiesen zahlreiche kahle Stellen im Blattwerk auf oder entwickelten erst gar keine vollständige Laubkrone. Im Jahr 2017 lag die Rate noch 6 Prozent höher.

Fichte, Kiefer, Buche, Eiche: allen geht es schlecht

Die häufigsten Bäume deutscher Wälder sind Fichten, Kiefern, Buchen und Eichen – und allen geht es schlecht. Besonders stark betroffen sind Eichen und Buchen. Nur jede fünfte Eiche ist wirklich gesund. Grund dafür ist die hohe Stickstoffbelastung aus der industriellen Landwirtschaft. Durch die Einbringungen von künstlichem Dünger, Gülle oder Jauche reichert sich Stickstoff im Boden an und lässt ihn versauern. Es entstehen unter anderem Nitrat und Ammoniak, welche die Ausgasung von Lachgas fördern. Letzteres gilt als besonder klimaschädlich, da es die Ozonschicht zerstört.

Der Schein trügt

Durch den hohen Stickstoffanteil im Boden werden die Bäume gedüngt. Sie wachsen in die Höhe, zeigen weiterhin grüne Blätter. Sie wirken gesund. In Wirklichkeit fehlt es ihnen aber an wichtigen Mineralstoffen. Dies hat Konsequenzen. Trotz ihres beeindruckenden Wachstums verlieren sie an Festigkeit. Die Zellen und Gewebe werden schwammig, sodass die Bäume bei Stürmen leicht umknicken. Zudem sind sie anfällig gegenüber Pilzen und Borkenkäferbefall.   

Bäume? Gehen klar!

Als Schlüsselfaktor für das vorherrschende Klima rücken Bäume immer mehr in den Fokus. Es lohnt sich daher schon im jungen Alter einen Anknüpfungspunkt Bäumen und Wäldern zu schaffen. Einen leichten Einstieg in das Thema bietet das Heft „Bäume“ der Reihe „Geht klar! Biologie“, welche das Thema sprachsensibel aufbereitet. Mithilfe des Arbeitsheftes lernen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I u.a. die häufigsten Bäume deutscher Wälder zu bestimmen, lernen die Grundorgane von Pflanzen kennen und verstehen, wie der Wassertransport funktioniert. Attraktiv sind darüber hinaus die Apps der Webseiten „Eikes Baumschule“ und „Eikes Nadelbäume“. Mit ihnen ist eine kindgerechte Bestimmung von Laub-und Nadelbäumen bereits ab Klassenstufe 3 möglich.

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